Krebserkrankungen

Takeda Pharma ist bestrebt, in den kommenden Jahren ein weltweit führender Anbieter, sowie kompetenter und zuverlässiger Partner in der Onkologie zu werden. Mit der Akquisition von Millennium Pharmaceuticals Inc. im Jahr 2008 wurde der Grundstein dafür gelegt, und mit der Akquisition von Ariad Pharmaceuticals im Februar 2017 das Onkologie Fundament weiter verstärkt. Takeda Pharma entwickelt Produkte, die zur Behandlung von bösartigen Krebserkrankungen (maligne Tumoren) des blutbildenden Systems sowie festen (soliden) Tumoren eingesetzt werden können.

Die malignen Lymphome (Lymphdrüsenkrebs) sind eine Gruppe von bösartigen Krebserkrankungen des lymphatischen Systems. Beim Osteosarkom handelt es sich um einen seltenen soliden Tumor, der von den Zellen des Knochens ausgeht.


Maligne Lymphome (Lymphdrüsenkrebse)

Maligne Lymphome sind bösartige Erkrankungen des blutbildenden Systems. Sie gehen von Lymphozyten (spezielle weisse Blutkörperchen) aus, die im Knochenmark gebildet werden und in Lymphknoten, Milz und Thymusdrüse zu Abwehrzellen heranreifen.
Die Lymphome werden in zwei Hauptgruppen unterteilt:

  • Hodgkin-Lymphom
  • Non-Hodgkin-Lymphome

 

Hodgkin-Lymphom

Das Hodgkin-Lymphom ist eine bösartige Erkrankung der Lymphknoten und des lymphatischen Systems. Ursache ist  die Entartung von sogenannten B-Lymphozyten, welche ein wichtiger Bestandteil der Immunabwehr der Körpers sind. Mit zwei bis drei Neuerkrankungen auf 100‘000 Personen pro Jahr in der Schweiz gehört das Hodgkin-Lymphom zu den seltenen Krebserkrankungen.

Die Erkrankung macht sich durch schmerzlose Schwellungen von Lymphknoten bemerkbar. Begleitend können sogenannte B-Symptome auftreten, welche Nachtschweiss, Fieber und Gewichtsverlust umfassen.
 
Das Hodgkin-Lymphom kann in jedem Alter auftreten. Zwei Altersgruppen sind in den westlichen Industrieländern aber besonders oft betroffen: Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 15 und 35 Jahren, sowie Erwachsene über 59 Jahre. Dabei sind die genauen Ursachen der Entstehung weitgehend unklar. Derzeit wird eine medikamentöse Unterdrückung des Immunsystems oder virale Infektionen diskutiert. Bei Verdacht auf Hodgkin-Lymphom wird ein vergrösserter Lymphknoten als Gewebeprobe entnommen und mikroskopisch auf das Vorhandensein typischer Krebszellen untersucht.
 
Durch Fortschritte in der Behandlung und stetigen Verbesserungen von Chemo- und Strahlentherapie zählt das Hodgkin-Lymphom zu den am besten behandelbaren Krebserkrankungen.

Die Mehrheit der Patienten mit Hodgkin-Lymphom können heute geheilt werden. Selbst bei einem Rückfall oder Therapieversagen gibt es seit einigen Jahren gute Behandlungsmöglichkeiten für Hodgkin-Lymphom Patienten.

Link zur Patientenorganisation

Lymphome


Non-Hodgkin-Lymphom: Anaplastisches grosszelliges Lymphom (ALCL)

Das anaplastische grosszellige Lymphom (ALCL) entsteht durch die Entartung von sogenannten T-Lymphozyten, welche ein wichtiger Bestandteil der Immunabwehr des Körpers sind. Das ALCL zählt zu den Non-Hodgkin-Lymphomen und wurde 1985 erstmals beschrieben.
Mit weniger als einer Neuerkrankung auf 100‘000 Personen pro Jahr ist das ALCL eine seltene Erkrankung. Das ALCL wird noch einmal unterteilt in eine kutane (die „Haut“ betreffende) und eine systemische (den „ganzen Körper“ betreffende) Form. Betroffen sind vor allem Kinder und Jugendliche, aber auch bei älteren Erwachsenen kommt das ALCL vor. Knaben erkranken insgesamt häufiger.
 
Das Frühstadium verläuft häufig ohne Symptome. Zu einem späteren Zeitpunkt kommt es zu einer Lymphknotenschwellung, sowie einer sogenannten B-Symptomatik, welche Nachtschweiss, Fieber und Gewichtsverlust umfasst.

Die vergrösserten Lymphknoten erzeugen in der Regel keine Schmerzen. Das Infektionsrisiko ist generell erhöht und der Patient fühlt sich aufgrund einer Anämie (Blutarmut) abgeschlagen und müde. Zudem steigt die Blutungsgefahr.
 
Die Behandlung des ALCL findet in der Regel in spezialisierten Zentren statt. Die Therapieoptionen bestehen aus Chemotherapien, Knochenmarktransplantationen (autologe Stammzellentransplantationen), sowie sogenannten zielgerichteten Therapien.

Link zur Patientenorganisation

Lymphome

 

Knochenkrebs (Osteosarkom)

Das Osteosarkom gehört zu den soliden Tumoren und ist eine bösartige Krebserkrankung des Knochens. Jährlich erkranken in der Schweiz etwa 90 Menschen am Osteosarkom. Das sind weniger als 1% aller Krebserkrankungen. Deshalb gehört der Knochenkrebs zu den seltenen Krebsarten. Osteosarkome sind jedoch die häufigsten bösartigen Knochentumore im Kindes- und Jugendalter.
 
Beim Osteosarkom bilden sich die Krebszellen aus noch unreifen Knochenzellen, die man Osteoblasten nennt. Osteoblasten haben im Körper die Aufgabe, Knochensubstanz zu bilden. Sie sind während des körperlichen Wachstums besonders aktiv. Das ist auch ein Grund, warum sich das Osteosarkom meistens in einer Phase starken körperlichen Wachstums – und damit vor allem bei Jugendlichen – entwickelt.
 
Das Osteosarkom kann sich prinzipiell in allen Knochen entwickeln. Man findet es aber am häufigsten an den schnell wachsenden Enden der langen Röhrenknochen von Oberschenkel, Schienbein und Oberarm. In rund 50% aller Fälle liegt das Osteosarkom in direkter Nähe zum Kniegelenk. In ganz seltenen Fällen tritt das Osteosarkom am Schädelknochen und an der Wirbelsäule auf.
 
Osteosarkome zeichnen sich durch aggressives Wachstum mit Zerstörung des umliegenden Knochengewebes und gegebenenfalls auch des Gelenks aus. Dies verursacht häufig Schmerzen. Manchmal fällt auch eine anhaltende Schwellung oder Überwärmung im betroffenen Bereich auf. Bei körperlicher Belastung oder in der Nacht nehmen die Beschwerden oft zu. Da sich Osteosarkome meist in der Nähe eines Gelenks ausbilden, kann dadurch auch die Beweglichkeit eingeschränkt sein. Gelegentlich macht sich das Osteosarkom durch einen Knochenbruch bemerkbar, der ohne erkennbare Ursache oder nur durch geringfügige Gewalteinwirkung entsteht. Das Osteosarkom bildet frühzeitig Ableger (Metastasen) in der Lunge. Zum Zeitpunkt der Diagnosestellung haben bereits 10-20% der Patienten Metastasen und etwa 80-90% der Patienten nicht sichtbare Mikrometastasen.

Durch eine ausgedehnte Operation mit intensiver prä- und postoperativer Chemotherapie liegt das Rezidiv-freie 5-Jahres-Überleben bei etwa 60-70% bei Patienten mit nicht-metastasierender Erkrankung.


Multiples Myelom

Das Multiple Myelom ist eine bösartige Erkrankung, welche durch die Entartung und Vermehrung der sogenannten Plasmazellen im Knochenmark charakterisiert ist. Plasmazellen sind ausdifferenzierte B-Zellen und ein wichtiger Bestandteil des Immunsystems, da sie Abwehrproteine (Antikörper) produzieren und damit Infektionen bekämpfen.

Bösartige Plasmazellen (Myelomzellen) produzieren funktionslose Antikörper, welche als Paraprotein oder M-Protein bezeichnet werden und im Blut oder Harn nachgewiesen werden können. 

Die Myelomzellen im Knochenmark verhindern die normale Bildung von Blutzellen und zerstören die Knochen. Die genaue Ursache des Multiplen Myeloms ist bislang nicht geklärt.

Das Multiple Myelom wird zu den seltenen Erkrankungen (Orphan diseases) gezählt; jährlich erkranken in der Schweiz  ca. 560 Menschen an einem Multiplen Myelom, welches etwa 1% aller Krebserkrankungen entspricht.

Es sind hauptsächlich ältere Menschen davon betroffen, das mediane Alter bei Diagnose liegt bei 70 Jahren. Zu Beginn der Erkrankung haben viele Betroffene keine Beschwerden oder die Symptome sind häufig sehr unspezifisch: Knochen- und Muskelschmerzen (Rücken- und Schulterschmerzen), vermehrt Infektionen,  Müdigkeit, Leistungsknick und/oder B-Symptomatik (Gewichtsverlust, Fieber, Nachtschweiss).

Durch die neuen Behandlungsoptionen hat sich die Prognose beim Multiplen Myelom deutlich verbessert. Dennoch gilt die Krankheit derzeit immer noch als unheilbar mit einer relativen 5-Jahres Überlebensrate  von ca. 45.1%.

Als Therapiemassnahmen kommen meistens Chemotherapie-Kombinationen von verschiedenen Wirkstoffklassen und eine Hochdosis-Chemotherapie mit Stammzelltransplantation in Frage. Weitere Therapieoptionen werden derzeit geprüft oder sind in der Entwicklung.

Link zur Patientenorganisation

MKgS

 

 

Takeda Pharma