Gastroenterologie

Im Bereich Gastroenterologie hat sich Takeda das Ziel gesetzt, für Patienten mit Erkrankungen im Magendarmtrakt hoch innovative Therapien mit einem hervorragendem Nutzen-Risiko Profil zu entwickeln und zu vertreiben. Der Fokus liegt zurzeit auf der Entwicklung von Therapien gegen chronisch entzündliche Darmerkrankungen (Morbus Crohn und Colitis ulcerosa) und magensäurebedingte Erkrankungen (gastroösophageale Refluxkrankheit).

Chronisch entzündliche Darmerkrankungen

Die Colitis ulcerosa (CU) und der Morbus Crohn (MC) sind die zwei Formen der chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (abgekürzt: CED). Sie gehören zu den sogenannten immunmediierten entzündlichen Erkrankungen (zusammen mit  z.B. Rheuma, Psoriasis und multipler Sklerose), bei denen die Regulation des Immunsystems gestört ist. Dies führt zu einer chronischen Entzündung im Darm.

In der Schweiz leidet ungefähr einer von 500 Einwohnern an CED.

CU und MC können in jedem Lebensalter auftreten, jedoch erkranken insbesondere junge Erwachsene im Alter von 20-40 Jahren daran.

Die CED verlaufen typischerweise schubweise, d.h. in wiederkehrenden und anhaltenden Krankheitsepisoden, die unterschiedlich lange andauern können.

Die Symptome der CED können von Patient zu Patient unterschiedlich sein und sind vom Ort, der Ausbreitung und dem Schweregrad der Entzündung im Magen-Darm-Trakt abhängig. Während die CU ausschliesslich im Dickdarm (Kolon) auftritt, kann beim MC irgendein Teil des Magen-Darm-Trakts, vom Mund bis zum Anus, befallen sein. Meistens ist jedoch der Übergang vom Dünn- zum Dickdarm betroffen.

Zudem beschränkt sich in einem Drittel der Fälle die CED nicht nur auf den Darm. Zusätzliche Entzündungen an den Gelenken, Augen, der Haut und anderen Organen können auftreten.
 
Typische Symptome der CED sind:

  • häufige Durchfälle (plötzlich/akut) mit Schleim und/oder Blut (typischerweise bei CU)
  • krampfartige Bauschmerzen  
  • häufiger Stuhldrang
  • Abgeschlagenheit, Müdigkeit und Gewichtsabnahme
  • Fieber


Bisher ist noch nicht eindeutig geklärt, was die Ursachen der CED sind. Wissenschaftler gehen davon aus, dass für das Ausbrechen der Erkrankung mehrere Faktoren gegeben sein müssen. Dazu gehören eine erbliche Komponente, Umwelteinflüsse und eine gestörte Barriere-Funktion der Darmschleimhaut.

Aus diesem Grund ist auch eine Heilung von CU und MC derzeit noch nicht möglich. Jedoch gibt es Behandlungsansätze, um die Krankheit zu kontrollieren. Primär wird mittels Medikamenten versucht, die Entzündung einzudämmen, die Beschwerden zu lindern, das Auftreten neuer Schübe zu reduzieren und im Idealfall eine Remission (Symptom- und Entzündungsfreiheit) zu erreichen. Zusätzlich können auch chirurgische Eingriffe, Nahrungsergänzungsmittel oder eine Kombination mehrerer Massnahmen zu einer erfolgreichen Behandlung beitragen.

Über die aktuellsten und für Sie geeignetsten Behandlungsmöglichkeiten informiert Sie gerne Ihr behandelnder Arzt/Ihre behandelnde Ärztin (Facharzt für Gastroenterologie, Hausarzt).

Weiterführende Informationen

Schweizerischen Morbus Crohn / Colitis ulcerosa Vereinigung


Säurebedingte Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes

Der Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre oder sogar bis in den Rachen- und Mundraum, was oftmals zu einem unangenehmen brennenden Gefühl führt, wird als Reflux (saures Aufstossen, Sod- oder Magenbrennen) bezeichnet. Bei einem krankhaft gesteigerten Reflux spricht man von einer Refluxkrankheit (engl. «Gastroesophageal reflux disease», abgekürzt GERD).

Normalerweise ist die Speiseröhre durch einen Schliessmuskel (Sphinkter) gut gegen den sauren Mageninhalt abgeschirmt. Ist die Schliessmuskelfunktion jedoch gestört, kann saurer Magensaft in die Speiseröhre zurückfliessen. Dadurch werden die typischen Symptome der Refluxkrankheit hervorgerufen:

  • Magenbrennen (Sodbrennen)
  • saures Aufstossen
  • Schmerzen beim Schlucken

Der Konsum koffeinhaltiger und alkoholischer Getränke, fettem und kohlenhydratreichem Essen, sowie Nikotin und Übergewicht können einen Reflux verstärken.
 
Die Refluxkrankheit gehört in den westlichen Industrieländern zu den am häufigsten diagnostizierten Erkrankungen. Schätzungsweise 25% der Bevölkerung leiden an dieser Erkrankung. Bei einem Teil der Patienten verursacht der Reflux in der Speiseröhre eine Entzündung der Schleimhaut, eine sogenannte Refluxösophagitis. Bei einer chronischen Refluxösophagitis kann es zu einer Umwandlung der Speiseröhren-Schleimhaut kommen, was ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung von Speiseröhrenkrebs nach sich zieht.
 
Die Diagnose einer Refluxkrankheit bzw. Refluxösophagitis wird unter anderem anhand der klinischen Symptome, der Patientengeschichte, dem Ansprechen auf Medikamente oder im Rahmen einer Magenspiegelung gestellt. Bei der Diagnose müssen andere Erkrankungen ausgeschlossen werden, die vergleichbare Beschwerden verursachen. Dazu gehören u.a. Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre. Bei Verdacht auf eine Refluxkrankheit bzw. Refluxösophagitis wird empfohlen, möglichst frühzeitig eine ärztliche Abklärung vorzunehmen, um Komplikationen zu vermeiden.
 
Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre (Magenulkus bzw. Zwölffingerdarmulkus) sind sogenannte Ulkuskrankheiten und gehören zu den häufigsten Magen-Darmerkrankungen, Sie sind gekennzeichnet durch tiefgreifende Gewebedefekte, die sich über die Schleimhaut hinaus bis in die darunterliegenden Muskelschichten erstrecken können. Diese Geschwüre entstehen aufgrund eines Ungleichgewichts zwischen den Faktoren, welche eine schädigende Wirkung auf die  Schleimhaut ausüben, wie beispielsweise (Magen-) Säure und solchen, die eine schützende Wirkung haben (z.B. Schleimhautbarriere). Von grosser Bedeutung bei der Entstehung von Geschwüren ist eine Infektion mit dem Bakterium Helicobacter pylori. Dieser Keim kann bei den meisten Patienten mit Geschwüren nachgewiesen werden. Aber auch ohne Helicobacter-Infektion können sich Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüre entwickeln. Besonders gefährdet sind Menschen, die regelmässig schmerz- und entzündungshemmende Medikamente aus der Gruppe der nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR) einnehmen wie z.B. Acetylsalicylsäure.

Weiterführende Informationen

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Reflux Webseite

Magendarmliga Schweiz

 

 

 

Weiterführende Informationen für Fachkreise

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