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Rheumamedikamente
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Gastrointestinale Nebenwirkungen unter NSAR-Therapie
(NSAR = nicht steroidale Antirheumatika) (gastrointestinal = Magen/Darm betreffend)
- ca. 20% der Schweizer Bevölkerung leidet an Rheuma und nimmt
NSAR ein! (1)
- ca. 50% der über 60-Jährigen (CH: ca. 1.5 Mio) nehmen regelmässig
NSAR ein! (1)
- Dyspeptische Symptome treten bei 10– 60% der Patienten unter NSAR-Therapie auf. (2)
- 10–30% der Patienten unter NSAR-Therapie entwickeln ein Magen
Ulkus (Geschwür); entspricht einem 10–30-fach höheren Risiko als in der Gesamtbevölkerung. (2)
- 1 von 100 Patienten müssen wegen schweren gastroinestinalen Komplikationen ins Spital, jeder 10. davon stirbt! (3)
1 Schweizerisches Gesundheitsobservatorium, Obsan November 2004 (Indikator 2.5.1) 2 M. Lazzaroni & G. Bianchi Porro, Gastroenterology Department, L. Sacco University Hospital, Milan, Italy 3 Singh G. et al, J Rheumatol. 1999; 26: 15–21 Risikofaktoren für NSAR-bedingte Magenläsionen
Fragen Sie Ihren Arzt/Ihre Aerztin wenn Sie Risikofaktoren oder Fragen haben. Er/sie kann Sie kompetent beraten.
Indikationen für Primärprophylaxe:
- Magengeschwür in der Krankengeschichte
- Hohe NSAR-Dosis
- Schwere Begleiterkrankung
- Leber-/Niereninsuffizienz
- Blutgerinnungsstörung
Weitere Risikofaktoren:
- Alter > 60 Jahre
- Kombination mit Steroiden
- Kombination mit Antikoagulantien (Verzögerung Blutgerinnung)
- Kombination mit ASS (Acetylsalizylsäure)
- Kombination verschiedener NSAR
- Alkoholkonsum
Die meisten Patienten, die unter NSAR eine gastrointestinale Komplikation machen, sind bis zum Ereignis asymptomatisch (keine Krankheitszeichen).
Singh et al, Arch Intern Med.,1996; 156: 1530–1536
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